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Ratschläge auf diesen Seiten, oder über die Funktionen dieser Seiten sind als reine Informationen z.B. über Krankheitsbilder anzusehen und ersetzen KEINESFALLS eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Fragen Sie im Zweifel immer Ihren Arzt, Therapeuten oder Apotheker.

 


 

Flyer der Adipositas-Selbsthilfegruppen
"Adipositas - Wenn Übergewicht zur Krankheit wird"

(PDF, Oktober 2009)
 


Der Magenballon

 

Der Magenballon ist ein restriktives Verfahren zum Zwecke der Gewichtsreduktion bei stark übergewichtigen Menschen (BMI idealerweise zwischen 30 und 40 kg/m²). Es handelt sich um einen aus Silicon bestehenden Ballon, der im Rahmen einer Magenspiegelung ("Schlauch schlucken") ambulant in den Magen eingelegt wird (keine Operation).

 

Nach Auffüllen mit 400-700 ml Kochsalz wirkt er im Magen als Platzhalter und Ventil und reduziert so die Essmenge ähnlich wie das Magenband, ist aber ebenso machtlos gegen flüssige Kalorien (z. B. Schokolade, Bier etc.). Der Ballon muss nach 6 Monaten ambulant entfernt werden. Bis dahin sollte ein Begleitprogramm zur "Lifestyle-Änderung" soweit gegriffen haben, dass auch ohne Ballon die stattgehabte Gewichtreduktion von im Mittel 15-20 kg gehalten werden kann.

 

In seltenen Fällen macht der Ballon als Vorbereitung auf andere operative Massnahmen zur Gewichtreduktion Sinn, zB. wenn ein Ausgangsgewicht vor weitern Operationen unter eine bestimmte Marke gebracht werden soll.

 

Komplikationen können die Undichtigkeit des Ballons mit Abrutschen in den Darm und dort evtl. Auslösen eines Darmverschlusses und die druckbedingte Schädigung der Magenschleimhaut (Entzündung, Geschwür) sein. In den ersten Tagen nach Einlage des Ballons tritt häufig ein mehr oder weniger starkes Unwohlsein, uU. mit Bauchweh und/oder Erbrechen auf, das subjektiv zwar stark einschränkend wirken kann, aber idR. keine weiteren medizinischen Konsequenzen hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     
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